Die 9c an der „Heimatfront“ Mülheims im I. Weltkrieg - Besuch einer Ausstellung des Stadtarchivs im „Haus der Stadtgeschichte“

Bild 1:  9c vor dem Stadtarchiv
Bild 2: Dr. Rawe im Stadtarchiv

Was hatte Mülheim an der Ruhr denn im I. Weltkrieg (1914-1918) mit dem Kriegsgeschehen zu tun, so dass es extra dazu  eine Ausstellung  im „Haus der Stadtgeschichte“ gibt? Die Kämpfe der Soldaten fanden doch hauptsächlich „weit weg“  im Osten an der Grenze zu Russland und im Westen, z.B. in Frankreich bei der Stadt Verdun, statt ….

Um genauer zu erfahren, was im Schulbuch als „Heimatfront“  bezeichnet wird, machte sich die Klasse 9c am Freitag, 23.1.15, auf den Weg zum  „Stadtarchiv“ der Stadt Mülheim  im „Haus der Geschichte“. Es ist durch die nahe gelegene U-Bahnstation „Christianstraße“  schnell und leicht von unserer Schule aus zu erreichen. Dr. Kai Rawe, Leiter des Stadtarchivs, nahm sich die Zeit, von den Aufgaben eines Stadtarchiv zu berichten, und anschließend untersuchte die 9c aufmerksam die Aushänge der Ausstellung, um ihre Fragebögen zu füllen.  

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In der Ausstellung „Mülheim im Ersten Weltkrieg“  werden nämlich Fragen beantwortet wie z.B.: Wieso tragen Soldaten „Hundemarken“?  Warum gab es in Mülheim Lebensmittelmarken, um Nahrungsmittel und Hygieneartikel (wie Seife) nur noch begrenzt an die Bevölkerung auszugeben? Welchen Sinn machte es, „Obstkerne“  zu sammeln? Warum sprachen Lehrer in Mülheimer Schulen davon, dass es „süß und ehrenvoll“  sei, für’s  Vaterland zu sterben?  Wie jung noch ist der Mülheimer Schüler,  von dem in seiner  Todesanzeige berichtet wird, er sei den „Heldentod fürs Vaterland“ gestorben?  

Die Beantwortung all solcher Fragen machte den Schüler/innen auch 100 Jahre später noch sichtbar, dass der Krieg damals nicht nur das Leben und Sterben der Soldaten an der Front bestimmte, sondern auch das Leben der Zivilbevölkerung in der Heimat: Die „Heimatfront“  litt an Hunger und Verelendung und sollte doch gleichzeitig weiterhin helfen, den Krieg zu ermöglichen und durch Kriegswirtschaft und Rüstungsproduktion weiterzuführen.

Wer noch die Ausstellung besuchen möchte, muss sich beeilen: Sie endet am 31. Januar 2015.